Kinder gelangen in der Regel über ihre Eltern zum AIKIDO. Liegen familiäre Erfahrungen vor, so gestaltet sich das leichter.
Unerfahrene Eltern suchen vielleicht nach einer regelmäßigen körperlichen Ertüchtigung oder möchten den überschießenden Bewegungsdrang ihrer Sprösslinge kanalisieren. Wieder andere stellen Selbstverteidigungshoffnungen voran und machen das ihrem Nachwuchs so schmackhaft. Für uns war es auch der zuvorkommende Umgang untereinander und die unproblematische Mischung von Erwachsenen, Jugendlichen, Fortgeschrittenen und Anfängern. Nicht zu vergessen die Bekanntschaft mit wunderbaren Menschen. Es braucht in der Regel geraume Zeit, ein reales Bild von AIKIDO zu vermitteln, vorschnelle Enttäuschungen Übereifriger zu vermeiden, aber auch die Geduld disziplinierterer in der Gruppe zu erhalten. Die Bereitschaft, scheinbar unattraktive Basisbewegungen vorrangig zu trainieren, hält sich bei Kindern in Grenzen. Für Schwerpunktdefinition, Atmung und Dynamik fehlt noch Vorstellungsvermögen. Es sind viele neue Begriffe zu erlernen. Allein das Grübeln, was der Trainer jetzt wohl gemeint haben mag, behindert die Konzentration auf die richtige Ausführung.
Wir sehen drei sich ergänzende Wege zur Vervollkommnung:
1. Das Erlangen des technischen und sprachlichen Wissens über eine systematische Ordnung der Bausteine.
2. Die transparente und nachvollziehbare Veranschaulichung der zugehörigen Bewegungsabläufe.
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3. Die über sehr lange Zeiträume praktischen Übungen mit verschiedensten Partnern unter Anleitung des Lehrers.
Dieses Programm soll lediglich ein Beitrag zu Punkt 1. und 2. sein.
Kritik und Korrektur obliegt uneingeschränkt dem jeweiligen Lehrer und seinem eigenen didaktischen Plan.
Die Qualität unserer Vorführungen genügt nicht dem letztendlich möglichen Ideal des Aikido. Sie sind gedacht zur Wiederholung der wesentlichen körperlichen und sprachlichen Elemente unter realistischen Bedingungen bei durchschnittlichem Talent.
Vielleicht sind sie gerade durch ihre Unvollkommenheit ein sanfter Ansporn für Kinder.
Der Prüfungsmodus ist ein Ausschnitt und beantwortet allgenwärtige Fragen der Anwärter wie z.B.: „Was iss‘n bei gelb alles dran?“